GESCHICHTE

 

VOM KRANKENBESUCH ZUM ABSENZENMANAGEMENT - SO ENTSTAND DAS SIZ-MODELL

 

Die ersten Schritte
Als die SIZ Care AG Mitte der 90er Jahre - damals noch unter der Bezeichnung SIZ Schadeninspektorat Zürich - im Auftrag von Krankentaggeldversicherern erstmals sogenannte Krankenbesuche durchführte, ahnte wohl noch niemand, was sich dereinst daraus entwickeln würde.

Im Rahmen der einzelnen Abklärungen kam man immer wieder zur selben Erkenntnis, nämlich dass ein früherer Kontakt zu den arbeitsunfähigen Versicherten wünschenswert, ja notwendig wäre. Die Krankenversicherungen waren dazu kaum in der Lage, da sie aufgrund der Wartefristen (in der Regel zwischen 30 und 180 Tagen) selber erst viel zu spät Kenntnis von den Fällen erhielten. Daher war es nahe liegend, direkt mit den Unternehmen (der Arbeitgeber weiss in der Regel als erster von der Absenz eines Mitarbeitenden) Möglichkeiten zu suchen, um bei Arbeitsunfähigkeiten frühzeitig tätig werden zu können.
Daraus entstand die Idee, alle arbeitsunfähigen Mitarbeitenden eines Unternehmens nach zehn Tagen erstmals telefonisch zu kontaktieren und anschliessend - nach drei bis vier Wochen - zu besuchen. Damit würden einerseits alle Mitarbeitenden gleich behandelt, und andererseits war es ein klassisches Früherkennungsinstrument.

Der Beginn des Absenzenmanagements
Im Jahre 1998 wurde die als ''Absenzenmanagement'' bezeichnete Dienstleistung erstmals auf dem Markt angeboten. Bereits damals zeigten einige Krankenversicherer unverbindliches Interesse an einer Zusammenarbeit, wogegen das Angebot bei den Unternehmen vorerst nur auf geringe Resonanz stiess.
Für die Idee, mit einer frühzeitigen Betreuung arbeitsunfähiger Menschen sowohl die Absenzquote als auch die Versicherungsprämien zu reduzieren, war die Zeit offensichtlich noch nicht ganz reif.

Die ersten Erfolge
Nach der Jahrtausendwende veränderte sich die Situation insofern, als sich die stetige Zunahme an Langzeitfällen bei vielen Unternehmen in merklich höheren Krankentaggeld- und BVG-Risikoprämien niederschlug. Das Thema ''Absenzen'' gewann plötzlich an Bedeutung, und bei der Suche nach möglicher Unterstützung erwies sich die SIZ Care AG als begehrte Anlaufstelle. Das Pioniermodell einer flächendeckenden Betreuung aller Absenzen bereits in den ersten vier Wochen konnte bei zahlreichen Unternehmen eingeführt werden. Die Vorteile der neutralen Bezugsperson, die zwischen den beteiligten Parteien koordiniert, sowie der frühzeitige Miteinbezug der involvierten Versicherungen in den Informationsfluss überzeugten die Kunden.

Der Durchbruch des SIZ-Modells
Eingeleitet durch die politische Debatte um die sogenannten ''Scheininvaliden'' und verbunden mit der massiven Zunahme der Menschen mit psychischen Erkrankungen wurde die finanzielle Schieflage der Invalidenversicherung ab 2004 zu einem zentralen Medienthema. Begriffe wie ''Gesundheitsförderung'' und ''Absenzenmanagement'' waren plötzlich in aller Munde, man verlangte nach Massnahmen und Lösungen.
Unterschiedliche Reaktionen zeigten die Krankentaggeldversicherer: Während die einen ihr internes Case oder Care Management auf- oder ausbauten, kopierten andere praktisch 1:1 das Absenzenmanagement-Modell der SIZ Care AG. Letzteres darf sicherlich als - mindestens implizite - Anerkennung der SIZ-Philosophie gedeutet werden. Rund sieben Jahre nach den ersten Anläufen konnte sich die Idee der systematischen Absenzbetreuung also endgültig auf breiter Basis etablieren.
Zudem wurden mit der 5. IVG-Revision, die per 1.1.2008 in Kraft getreten ist, nun auch die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen, um eine frühzeitige Unterstützung durch die Invalidenversicherung zu ermöglichen. Die Erkenntnis, dass bereits nach 30 Tagen Handlungsbedarf bestehen könnte, hat sich auch hier durchgesetzt.

 

Fazit und Ausblick
Die SIZ Care AG ist stolz darauf, mit ihrem schweizerischen Pioniermodell eines systematischen Absenzenmanagements einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung zu leisten.
Als zuverlässiger Partner von Unternehmen, Versicherungen, Ärzten und IV-Stellen wird die SIZ Care AG weiterhin alles daran setzen, um arbeitsunfähige Personen auf dem Weg zurück in den Arbeitsprozess optimal zu unterstützen.


SIZ Care AG
Kurt Mettler, Geschäftsführer